02.07.2026

Koalitionspläne stoßen auf Zustimmung

Angela Inselkammer und Dr. Thomas Geppert begrüßen die Beschlüsse des Koaltionsausschusses. Fotos: Hendrik Steffens / Flo Huber

In einem Newsletter an seine Mitglieder bewertet der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband Dehoga Bayern die Ergebnisse des Koalitionsausschusses positiv. Aus Sicht des Verbands stärken die geplanten Maßnahmen insbesondere flexible Beschäftigungsformen, den Bürokratieabbau und die Wettbewerbsfähigkeit des Gastgewerbes.

Der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband Dehoga Bayern begrüßt die Ergebnisse des Koalitionsausschusses von CDU, CSU und SPD. Aus Sicht des Verbands enthält das vereinbarte Maßnahmenpaket wichtige Signale für das Gastgewerbe – insbesondere beim Erhalt der Minijobs, beim Bürokratieabbau sowie bei arbeitsrechtlichen Regelungen.


Nach Angaben des Verbands bleibt der Minijob als eigenständige Beschäftigungsform erhalten. Lediglich die pauschale Steuer auf Arbeitgeberseite soll von zwei auf fünf Prozent steigen. Für Beschäftigte ändere sich hingegen nichts: "Brutto bleibt netto", heißt es im Newsletter des Verbands. Zuvor hatte sich der Dehoga gemeinsam mit weiteren Wirtschaftsverbänden gegen eine Abschaffung des bisherigen Minijob-Modells ausgesprochen.


Positiv bewertet wird in dem Schreiben außerdem die angekündigten Maßnahmen zum Bürokratieabbau. Geplant sind unter anderem ein Berichtsentlastungsgesetz, der Abbau von Dokumentationspflichten sowie vereinfachte Genehmigungs- und Steuerverfahren. Aus Sicht des Dehoga Bayern verschaffe dies den Betrieben mehr Zeit für Gäste und Mitarbeitende.


Auch die angekündigte Abschaffung der telefonischen Krankschreibung sowie eine verpflichtende Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ab dem ersten Krankheitstag werden vom Verband begrüßt. Dies könne nach Einschätzung des Dehoga Bayern die Dienstplanung in den Betrieben erleichtern und Missbrauch erschweren.


Offen bleibt aus Sicht des Verbands die angekündigte Reform des Arbeitszeitgesetzes. Der Dehoga Bayern bekräftigt seine Forderung nach einer gesetzlichen Wochenarbeitszeit, wie sie im Koalitionsvertrag angekündigt wurde, und erwartet hierzu zeitnah einen Gesetzentwurf.


"Wir kämpfen entschlossen dafür, dass freiwillige zusätzliche Arbeit auch künftig möglich, attraktiv und fair bleibt und für Arbeitszeitmodelle, die zur Lebensrealität passen", erklären Dehoga-Bayern-Präsidentin Angela Inselkammer und Landesgeschäftsführer Dr. Thomas Geppert.


www.dehoga-bayern.de