17.06.2026
Gemeinsam stehen sie für regionales und nachhaltiges Essen in Schulen und Kitas ein: Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Landwirtschaft, Schulen, Kindertagesstätten und Catering-Unternehmen trafen sich mit Spitzenkoch Alexander Herrmann bei der Veranstaltung "GeRTi tischt auf“, um sich gemeinsam für frisches Essen in Schulen und Kitas einzusetzen. Foto: Florian Graser
Wie können mehr regionale und bio-regionale Lebensmittel auf die Teller von Kindern und Jugendlichen kommen? Mit dieser Frage beschäftigte sich die Veranstaltung "GeRTi tischt auf" der Metropolregion Nürnberg. Neben Vertretern aus Politik, Landwirtschaft, Bildung und Gemeinschaftsverpflegung war auch Sternekoch Alexander Herrmann dabei.
Die Metropolregion Nürnberg setzt sich für mehr regionale und bio-regionale Lebensmittel in kommunalen Kitas und Schulen ein. Bei der Veranstaltung "GeRTi tischt auf" kamen Vertreterinnen und Vertreter aus Kommunen, Schulen, Landwirtschaft, Catering und Politik zusammen, um über Wege zu einer nachhaltigeren Gemeinschaftsverpflegung zu diskutieren.
Ein sichtbares Zeichen setzte die Unterzeichnung einer gemeinsamen Willensbekundung durch zahlreiche Kommunen der Region. Ziel ist es, den Einsatz regionaler und bio-regionaler Lebensmittel in öffentlichen Einrichtungen weiter auszubauen.
"Städte, Gemeinden und Landkreise können mit ihren Entscheidungen einen wichtigen Beitrag für eine nachhaltige Ernährung, eine starke regionale Wirtschaft und mehr Versorgungssicherheit leisten", betonte Peter Reiß, Ratsvorsitzender der Metropolregion Nürnberg und Oberbürgermeister von Schwabach.
Auch das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus unterstützt diesen Ansatz. Alexandra Schenk, Abteilungsleiterin im Ministerium, hob hervor, dass die Zusammenarbeit entlang regionaler Wertschöpfungsketten sowohl die heimische Landwirtschaft als auch die regionale Wirtschaft stärkt.
"Letztlich geht es doch um unsere Kinder und die haben es verdient, dass man ihnen etwas Ordentliches kocht", sagte Herrmann. Gesundes und frisches Essen sei für Körper und Seele gleichermaßen wichtig. Sein Credo: "Jeder hat das Recht, die DNA einer Region zu schmecken."
Auch Nürnbergs Bildungsreferentin Cornelia Trinkl unterstrich die Bedeutung einer hochwertigen Verpflegung: Schulen und Kitas seien nicht nur Lernorte, sondern auch Orte, an denen Kinder täglich erfahren, was gutes Essen bedeutet.
In einer Podiumsdiskussion diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Catering, Landwirtschaft, Schulen und Kommunen über erfolgreiche Praxisbeispiele, aber auch über bestehende Herausforderungen bei der Umsetzung regionaler Beschaffungskonzepte.
Marcus König, Oberbürgermeister der Stadt Nürnberg, unterschrieb bereits im Vorfeld der Veranstaltung ein Bündnis für mehr regionale und bio-regionale Lebensmittel in den kommunalen Gemeinschaftsverpflegungen (Foto: Valentina Jüngert/EMN)
Die Veranstaltung verdeutlichte zugleich die Ziele des Projekts GeRTi ("Kommunale Gemeinschaftsverpflegung: Regionales und Bio-regionales auf die Tische"). Das von der Metropolregion Nürnberg koordinierte und vom Freistaat Bayern geförderte Projekt unterstützt Kommunen beim Aufbau regionaler Beschaffungsstrukturen, bei der Vernetzung relevanter Akteure und bei der Stärkung regionaler Wertschöpfungsketten.
Wie genussvoll regionale und bio-regionale Verpflegung sein kann, zeigte abschließend ein Buffet mit Speisen aus heimischen Zutaten, das von Studierenden der Fachakademie für Ernährungs- und Versorgungsmanagement Nürnberg entwickelt wurde.
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