14.01.2026
DEHOGA-Landesvorsitzender Dr. Hans-Ulrich Kauderer führte die Verhandlungen für die Arbeitgeberseite. Foto: DEHOGA/Anita Krämer
Nach harten Verhandlungen haben sich der Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA und die Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten (NGG) am 12. Januar auf einen neuen Entgelt-Tarifvertrag für das baden-württembergische Gastgewerbe geeinigt. Der Vertrag hat eine Laufzeit bis 31. März 2028 und sieht die Anhebung der Löhne und Gehälter in drei Stufen vor.
In der ersten Stufe steigen die Löhne und Gehälter der Beschäftigten ab April 2026 um 3,5 %. Die zweite Stufe greift ab Januar 2027 und sieht eine weitere Entgelt-Erhöhung um 3,5 % vor. In einer dritten Stufe werden die Löhne und Gehälter ab September 2027 dann nochmals um 2 % angehoben. Diese Erhöhungen finden auch auf die Vergütung der Auszubildenden in der Branche Anwendung.
Abweichend von diesen prozentualen Erhöhungen werden die Löhne für die unteren Tarifgruppen (ungelernte Mitarbeitende) über das Niveau des gesetzlichen Mindestlohns angehoben: In der ersten Stufe (ab April 2026) steigen die Löhne in Tarifgruppe 1A (angeleitete Kräfte) auf 14,10 Euro pro Stunde und in Tarifgruppe 1B (angelernte Kräfte) auf 14,70 Euro pro Stunde. In der zweiten Erhöhungsstufe (ab Januar 2027) werden die Tarifgruppen für ungelernte Arbeitnehmer dann nochmals auf 14,80 Euro pro Stunde (Tarifgruppe 1A) bzw. auf 15,40 Euro pro Stunde (Tarifgruppe 1B) angehoben.
Die dritte Lohnerhöhungsstufe (plus 2 % ab September 2027) greift dann ab Tarifgruppe 2 (ausgebildete Fachkräfte).
DEHOGA-Landesvorsitzender Dr. Hans-Ulrich Kauderer, der die Verhandlungen für die Arbeitgeberseite führte, kommentiert: "Dass wir trotz weit auseinanderliegender Positionen zu einer Einigung gekommen sind, zeigt, dass die Tarifpartnerschaft im baden-württembergischen Gastgewerbe funktioniert. Das ist ein gutes Signal für die Branche im Land." Mit den jetzt getroffenen Vereinbarungen sei man an die Grenze dessen gegangen, was für die Betriebe in der aktuell schwierigen Wirtschaftslage leistbar sei. Gleichzeitig habe man unrealistische Forderungen der Gewerkschaft (z.B. Anhebung der Azubi-Gehälter um 200 Euro) erfolgreich abgewehrt.
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