20.10.2026
Vergangene Woche die Platinmedaille im EcoVadis-Nachhaltigkeitsrating, jetzt ein konkretes Projekt für eine klimafreundlichere Milcherzeugung: Transgourmet Deutschland arbeitet gemeinsam mit den Molkereien Frischli und Naarmann sowie dem Agritech-Unternehmen Klim daran, Emissionen entlang der Milchlieferkette zu reduzieren.
Ab 2027 sollen acht ausgewählte Milchviehbetriebe aus Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen regenerative Bewirtschaftungsmethoden einführen. Auf insgesamt rund 500 Hektar landwirtschaftlicher Fläche sind unter anderem der Anbau von Zwischenfrüchten und Begleitkulturen sowie eine reduzierte Bodenbearbeitung vorgesehen. Damit sollen Kohlenstoff im Boden gebunden, die Bodenfruchtbarkeit verbessert und die Biodiversität gefördert werden.
Die teilnehmenden Betriebe erfassen jährlich ihren CO₂-Fußabdruck und setzen Maßnahmen auf dem Feld und im Stall um, um Emissionen zu reduzieren. Für den zusätzlichen Aufwand erhalten die Landwirte finanzielle Unterstützung von Transgourmet und den beteiligten Molkereien.
"Regenerative Landwirtschaft muss sich für Landwirte lohnen und gleichzeitig Mehrwert für die Lieferkette schaffen", erklärt Robert Gerlach, Geschäftsführer bei Klim. Das Projekt verbinde konkrete Maßnahmen auf den Betrieben mit belastbaren Daten und finanziellen Anreizen.
Das Projekt betrifft auch Produkte für Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung. Transgourmet bezieht die gesamte Milchmenge für die H-Milch der Eigenmarke Transgourmet Economy mit 1,5 und 3,5 % Fett in 5- und 10-Liter-Gebinden über die beteiligten Partner. Ziel ist es, diese Produkte künftig mit einem reduzierten CO₂-Fußabdruck anbieten zu können.
Zugleich sollen die entlang der Lieferkette erhobenen Daten mehr Transparenz über die Klimawirkung der eingesetzten Lebensmittel schaffen. Gastronomiebetriebe und Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung könnten damit Nachhaltigkeitsaspekte bei Einkauf und Speiseplanung gezielter berücksichtigen.
"Gemeinsam mit unseren Partnern im Grünen Netzwerk arbeiten wir gezielt daran, den CO₂-Fußabdruck unserer Produkte zu reduzieren", sagt Kathrin Caro Pulido, Leiterin Nachhaltigkeit bei Transgourmet Deutschland. Gleichzeitig sollen die erhobenen Primärdaten Kunden dabei unterstützen, ihre Speisepläne klimafreundlicher zu gestalten.
Entstanden ist das Vorhaben aus dem von Transgourmet gegründeten Grünen Netzwerk, in dem Unternehmen gemeinsam an Nachhaltigkeitsmaßnahmen entlang ihrer Lieferketten arbeiten.
Dass Nachhaltigkeit für den Großhändler auch auf Unternehmensebene eine wichtige Rolle spielt, zeigt das aktuelle EcoVadis-Rating. Nach Silber im Vorjahr erhielt Transgourmet Deutschland 2026 die Platinmedaille und gehört damit zu den besten ein Prozent der weltweit bewerteten Unternehmen. Besonders positiv bewertet wurden die Bereiche nachhaltige Beschaffung, Umwelt sowie Arbeits- und Menschenrechte.
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